Worum es eigentlich geht: selbst bauen vs. machen lassen
Ein Homepage-Baukasten wie Wix, Jimdo oder IONOS ist ein Werkzeug, mit dem du deine Seite selbst zusammenstellst, meist per Drag-and-drop. Du wählst eine Vorlage, ziehst Textblöcke und Bilder an ihren Platz und veröffentlichst. Domain, Hosting und Editor kommen aus einer Hand, du zahlst eine monatliche Gebühr und legst sofort los.
Machen lassen heißt, dass jemand anderes die Seite für dich aufbaut. Aus deinen Stichpunkten entstehen Aufbau, Texte und Design, und am Ende bekommst du eine fertige Website. Das muss nicht die teure Agentur mit Wartungsvertrag sein, dazwischen gibt es noch was, dazu später mehr.
Beide Wege führen zu einer Website. Die Frage ist nur, wer die Arbeit macht und wessen Zeit dabei draufgeht.
Was für den Baukasten spricht – und was dagegen
Ein Baukasten hat ehrliche Vorteile. Der Einstiegspreis ist niedrig, du kannst sofort starten, hast alles selbst in der Hand und probierst eine Idee schnell aus. Wenn du Spaß an Technik hast und gern selbst tüftelst, ist das ein fairer Weg.
Die Kehrseite ist deine Zeit. Bis eine Baukasten-Seite wirklich gut aussieht und alle Pflichtangaben stimmen, gehen je nach Erfahrung schnell ein paar Dutzend Stunden drauf: Einarbeitung, Texte schreiben, Bilder aufbereiten, Impressum und Datenschutz. Das Design bleibt an die Vorlage gebunden, und die laufende Pflege liegt danach komplett bei dir.
- Dafür: günstiger Einstieg, sofort loslegen, volle Kontrolle, gut zum Testen einer Idee
- Dagegen: hoher Zeitaufwand, Designgrenzen der Vorlage, Pflege liegt komplett bei dir
- Dagegen: Texte, Bilder und rechtssichere Angaben (Impressum, Datenschutz) musst du selbst stemmen
Die unsichtbaren Kosten – die Monatsgebühr ist nicht der ganze Preis
Beim Baukasten schaut man zuerst auf die kleine Monatsgebühr. Die liegt bei den gängigen Anbietern meist zwischen rund 10 und 30 € im Monat, je nach Tarif. Feste Beträge ändern sich, schau also vor dem Abschluss aktuell nach.
Was in dieser Zahl nicht steckt: deine eigene Arbeitszeit, oft eine Premium-Vorlage, ein Logo oder Branding, ordentliche Texte und die Suchmaschinenoptimierung als Grundlage. Rechnest du deine Stunden mit ein, wird aus dem vermeintlich günstigen Baukasten schnell ein ganz anderer Gesamtpreis. Das spricht nicht gegen den Baukasten, man sollte es nur ehrlich dazurechnen, bevor man vergleicht.
Abhängigkeit: Was passiert, wenn du wechseln willst
Ein Punkt, den die Anbieter selten betonen: Ein Baukasten ist ein weitgehend geschlossenes System. Deine Domain kannst du fast immer mitnehmen und per Auth-Code zu einem anderen Anbieter umziehen. Deine Inhalte und das Design dagegen lassen sich meist nicht 1:1 exportieren.
Das heißt konkret: Wenn du später wechselst, baust du die Seite faktisch neu auf. Kein Grund zur Panik, aber ein Punkt, den du auf dem Schirm haben solltest. Überleg dir vorher, wie lange du bei einem System bleiben willst, bevor du dich festlegst.
SEO, Ladezeit und für wen sich was lohnt
Eine Baukasten-Seite kann bei Google gefunden werden, das geht. An ihre Grenzen stößt sie oft bei Technik und Ladezeit, weil Vorlagen viel mitbringen, das du gar nicht brauchst. Egal welchen Weg du wählst: SEO ist immer Grundlage und Arbeit, nie ein Ranking-Versprechen.
Als Orientierung: Der Baukasten passt gut für ein Hobbyprojekt, einen Test oder ein sehr knappes Budget, wenn du Zeit und Lust auf Technik hast. Machen lassen passt, wenn die Website Anfragen bringen soll und deine Zeit auf der Baustelle oder beim Kunden gebraucht wird.
- Wix: flexibel und mächtig, dafür komplexer und technisch schwerer
- Jimdo: sehr einfach, mit KI schnell aufgesetzt, dafür eingeschränkter
- IONOS: ausgewogen, mit telefonischem Support
Der Mittelweg: machen lassen zum Festpreis
Viele Artikel zum Thema stellen die teure Agentur als Gegenpol hin: vierstellige Beträge plus laufender Wartungsvertrag. Dabei gibt es einen dritten Weg, den kaum jemand nennt: professionell machen lassen zu festen Preisen, ohne dass du an einen Anbieter gebunden bist.
Bei Page-Kobold kostet die Erstellung einmalig ab 249 €, die Betreuung ab 39 € im Monat. Domain und ein echtes Postfach sind drin, genau wie Hosting, Pflege, Support und kleine Änderungen. Die Texte entstehen aus deinen Stichpunkten, die erste Vorschau bekommst du in maximal fünf Werktagen. Du zahlst nur, wenn du zufrieden bist. Bis zur Freigabe sind es 0 € und es wird keine Domain registriert. Statt Baukasten oder WordPress steckt eine eigene, schnelle, vorgerenderte Technik dahinter, mit gemessenen Werten statt Versprechen.
